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Berlin, 26.09.2006
Am Wochenende erreichten uns schockierende und skandalöse Nachrichten von den Kamernossinen und Kamernossen aus Marburg! Anläßlich einer privaten Grillfeier verwechselt die Polizei Mitglieder der APPD-Marburg mit Faschisten und sprengt die Party!
von Redaktion
Richie aus Marburg:
"Kamernossen!
Der letzte Sonntag hat mal wieder sehr gut gezeigt was der hiesigen Polizeiführung die deutschen Gesetze wert sind wenn es darum geht, politische Alternativen zu den etablierten Spaßparteien als rechtsextreme darzustellen.
Hiermit möchte ich die Geschehnisse des 24.9. aus meiner Sicht darstellen:
Gegen 18 Uhr an besagtem Sonntag(nach einem wie erwartet erfolgreichen Parteitag) begann die Polizei mit einer Übermacht von fast 30 Einsatzkräften das Gelände der Schutzhütte, in welcher zu dem Zeitpunkt augelassen gefeiert wurde, abzuriegeln und an den Zufahrtswegen Personalkontrollen bei allen vermeidlichen Besuchern durchzuführen.
Die Beamten gaben sich zunächst gesprächsbereit und verständnisvoll und waren offensichtlich nicht davon überzeugt dass es sich hierbei um Rechtsextreme handle. Sie erklärten, eine Passantin habe sich telefonisch über Aussprüche wie "Sieg Heil" beschwert. Nachdem der Großteil der Polizeikräfte auf den Vorplatz der Schutzhütte vorgerückt war wurde während langwieriger Diskussionen mit den Staatsbeamten geklärt dass es sich bei dem vermeindlichen "Sieg Heil" um ein harmloses "Fick Heil" handelte und die angeblich skandierten Rechtextremen Parolen hier etwa soviel zu Suchen hatten wie ein Großaufgebot der Polizei auf einer angemeldeten politschen Veranstaltung einer demokratischen Partei.
Nachdem die anwesenden Gäste allesamt überprüft wurden und die Polizisten sich lange Zeit die Beine in den Bauch standen und mehrfach kundtan dass auch sie lieber nach hause gehen würden, wurde diese Verschwendung von Steuergeldern und Glaubwürdigkeit der deutschen Polizei, einfach hingenommen und weitergefeiert. Etwa um 20 Uhr schien es so als würden die Beamten abrücken, als plötzlich die Polizei die etwa 20 Gäste aufforderte, zum Zwecke einer Erkennungsdienstlichen Behandlung (Fotos, Fingerabdrücke, besondere Kennzeichen,...)in deren Einsatzwägen zu steigen um nach dieser von ihnen wieder zurück zum Veranstaltungsgelände gefahren zu werden. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung zwischen fassungslosen Gästen und in Erklärungsnot geratenen Polizisten entschloss man sich aufgrund eines Versprechens der Polizei dass auf jeden Fall alle anwesenden von den Beamten zurückgefahren würden, diesen Folge zu leisten.
Der Transport erfolgte ohne Handschellen.
Auf dem Polizeirevier sperrte man alle "vorläufig festgenommenen"(Diese Bezeichnung verwendeten die Beamten erst als alle Veranstaltungsgäste auf der Polizeidienststelle angekommen waren) in die dortigen Zellen wobei bis zu vier Personen sich die jeweils etwa sechs Quadratmeter teilen mussten.
Nach der Entlassung erklärte man den Festgenommenen dass alle Teilnehmer einen Platztverweis erhalten hatten und bat darum die Polizeistation unverzüglich zu verlassen. Die Aktion wurde wegen Dringendem Verdacht auf Verfassungsfeindlichkeit durchgeführt.
Eine eigene Meinung anzufügen sollte sich hier erübrigen...
kräftiges FICK HEIL!
Auf unser verfassungsmäßig geschütztes Recht, so etwas von morgens bis Abends zu skandieren und es bei Bedarf dem Staatsanwalt direkt ins Gesicht zu schreien!"
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