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Berlin, 19.07.2006
Nachdem der Landeswahlleiter einer Teilnahme der APPD nach erfolgreichem Sammeln der benötigten Unterstützerunterschriften nichts mehr entgegensetzen kann, ist die Übernahme des Roten Rathauses durch uns wahren Pogo-Anarchisten fest anvisiert.
von Phil²
Ja, was waren das für tolle Wochen! Ein Auf und Ab der Gefühle, erst schien es, als hätte sich die ganze Welt gegen uns verschworen, dann war uns Fortuna wieder hold um dann gleich in die nächste Krise zu stürzen. Aber die Pogo-Anarchie in ihrem Lauf hält weder Ochs´ noch Bulle auf!
Wir erinnern uns, am Anfang die Hindernisse, die uns Riese, der Verhinderer und die Jubelperser der PoP, Damrau, Timme und Bix, uns in den Weg gelegt haben, indem sie mal eben auf die Schnelle einen eigenen APPD-Landesverband anmeldeten, obwohl sie doch zur PoP-Fraktion gehören. Aber Schwamm drüber! Zwei Wochen Rennerei und etliche Besuche sowie Briefe beim bzw. an den Landeswahlleiter und wir konnten unsere Unterschriften sammeln, allen weiteren Provokationen der PoP zum Trotz.
Ach, was legten wir für einen fulminanten Start hin! Nach drei Wochen schon 1000 Unterschriften. Höhepunkt dieser Zeit war der 1. Mai, der Tag der Befreiung von der Arbeit. Schon am Vortag in der Walpurgisnacht wurden etliche Kamernossen nach einem friedlichen Konzert auf dem Boxhagener Platz übelst von der Polizei malträtiert, was uns aber nicht hinderte am darauffolgenden Tag am Heinrichsplatz weiter fleißig Unterschriften zu sammeln. Aber an diesem Abend wurde der von uns glühend verehrte Kassenwart Christo wegen eines Verstoßes gegen die StVO, so brutal von der Polizei auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr hingewiesen, dass sei Neurologe später nur meinte: "wer hat denn mit ihrem Hirn Fußball gespielt?" Leider fiel Christo dann durch diese erzieherische Maßnahme seitens der Ordnungskräfte für Wochen aus, ein schwerer Schlag für viele der noch wahlkampfunerfahrenen Pogo-Anarchisten.
Und dann zogen sich die Wochen wie Gummi dahin. Schlechtes Wetter und heftige Windböen hindert uns immer wieder am Sammeln; und taten wir es dann doch, dann hatte schon die WASG oder die ÖVP (wer bitte ist denn das?) oder schlimmer noch, die Clowns von der "Die Partei" unsere saftigen Weiden abgegrast. Aber wir gaben nicht auf! Auch zur WM, wo die Straßen wie leergefegt schienen, bissen wir uns fest in den Waden des Stimmviehs und nötigten jeden, den nicht schnell genug unseren Fängen entkommen konnte, eine Unterschrift ab. Ja, selbst noch am letzten Wochenende, am Tag vor der Abgabe der bestätigten Unterschriften beim Landeswahlleiter, zogen wir die eine und andere Leiche aus dem Keller, damit auch diese unterschrieb! Mit Erfolg! 2275 von 3037 abgegebenen Stimmen waren gültig, 75 mehr als erforderlich und damit nimmt die APPD zur Wahl des 16. Abgeordnetenhauses in Berlin teil.
Jetzt zittern die großen Blockparteien! Denn in weiser Voraussicht der absoluten Mehrheit haben wir jedwede Koalition abgelehnt, so dass nicht nur der einzelne Abgeordnete dieser extremistischen Parteien um seine Pfründe fürchtet, Nein! auch die gesamte Partei, ja auch die Bundespolitik sieht mit Grauen am 17. September 2006 ihre Felle durch uns demokratischen Pogo-Anarchisten wegschwimmen.
Darum merke: "Zweitstimme APPD, Erststimme auch!"
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