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Berlin, 14.02.2006
Eine Einschätzung zur Fussball-WM
von Perzel
Bald ist es soweit, unser (nach der Pogorevolution) schönes Land wird Besuch bekommen! Von überall her werden sich Menschen auf dem Weg machen um dem sportlichen Groß-Event "Fussball Weltmeisterschaft" beizuwohnen.
Anstatt darüber zu stöhnen, dass z.B. unser beschauliches Berlin von einer Horde fitnesswahnsinniger besetzt wird, sollte man sich frei machen von liebgewonnenen Ressantiments und sich stattdessen überlegen:
Wer sind diese Menschen? Was erwarten und planen sie? Wie kann die Pogoanarchie davon profitieren? Und noch wichtiger, wie können diese Menschen von der Pogoanarchie profitieren?
Auf dem Globus sind viele Länder aufgemalt die es auch in echt gibt. Die Leute dort sehen anders aus, essen andere Sachen und trinken meißtens nicht so viel Bier wie unsereins.
Das ist aber nicht schlimm.
Denn bei genauer Betrachtung sind es Pogoanarchisten wie Du und Ich.
Sie trinken aus einem Gemeinschaftsbrunnen, gehen nicht arbeiten oder gehen Arbeiten und haben einen eigenen Wasserhahn oder sie erschiessen Leute und werden erschossen.
Wie in Deutschland haben die allermeißten das Problem, dass sie sich nicht aussuchen dürfen in welcher Pogozone sie leben möchten und von mehr oder weniger legitimierten Despoten regiert werden. Im Gegensatz zu unserer und anderer Regierungen wissen wir: das ist ist falsch!
Nun werden Hundertausende von ihnen im Sommer zur WM kommen um sich anzusehen wie irgendwelche Typen die zufällig in irgendeinem Land wohnen einen luftgefüllten Lederball treten, der gewöhnlich von Kindern zusammengenäht wird und Klamotten tragen die ebenfalls normalerweise von Kindern genäht werden.
Für die WM werden das warscheinlich Erwachsene machen, damit dann keiner meckern kann.
Die Fussball-Gäste wollen sich amüsieren! Dem Pogoanarchisten wird sofort auffallen, das es bei einer solchen Masse von Menschen unmöglich ist alle mit demselben Programm zufrieden zu stellen. Geht man zum Beispiel zu zehnt in den Streichelzoo oder in einen Maschinenbau-Kurs werden selten alle davon begeistert sein. Das ist gesund und richtig.
Genauso bei den Fussballfans:
Einige wollen im Stadion ihre Busen zeigen, andere singen und schreien, viele nutzen die Gelegenheit sich hemmungslos zu besaufen, wieder andere wollen sich prügeln - alle wollen irgendwie Spass haben!
Statt wie die miesepetrige Linke "Die ganze Welt zu Gast - Du fühlst dich wie im Knast" zu reimen und über etwas zu heulen was man sowieso nicht verhindern kann, sollte man sich überlegen wie man alle zufriedenstellt.
Das Wundermittel Balkanisierung mit dem Wirkstoff Balkanium[Forte]© könnte auch hier zum Einsatz kommen. Statt einer langweiligen und einfallslosen Auslosung sollten die Partien so geplant werden, wie es der Balkanisierung entspricht:
APZ (Asoziale-Parasiten-Zonen) - Gemütliche Spiele wo jeder mitmachen kann, ohne Zwang und Leistungsdruck. Man sitzt zusammen auf dem Rasen, trinkt Bier, sonnt sich, wer will der kifft. Die Mannschaften können sich am Ende des Tages auf einen Spielstand einigen oder mit einer gemischten Mannschaft in die nächste Runde starten.
SBZ (Sichere-Beschäftigungs-Zonen) - Die Sportler hasten bis zum Herzinfakt duch die Sonne um sich eine weitere Villa, einen Jet, den achten Sportwagen oder sonstigen Firlefanz zu verdienen.
Das Publikum kann sein verdientes Geld bei Sportwetten verlieren oder gewonnenes Geld einsacken um noch höher zu wetten.
GEP (Gewalt-Erlebnis-Parks) - Hier eignen sich besonders Stadien die weit unter den geforderten Sicherheitsstandarts liegen und ansonsten für viel Geld umgebaut werden müssten, z.B. das berliner Olympiastadion! Die agressivsten Mannschaften samt Fans können hier nach Lust und Laune randalieren, sich mit gewalttätigen Polizeieinheiten und untereinander kloppen.
Wie seinerzeit im Fortschrittsmagazin "Clever & Smart" visioniert, wäre hier auch eine Aussstattung der Spieler mit Macheten, Handgranaten, Steinen, mini-nukes und Kurzstreckenbombern wünschenswert.
Endlich könnte auch die Bundeswehr innerhalb Deutschlands eingesetzt werden und mal zeigen wofür die Milliarden des Rüstungshaushaltes eingesetzt werden!
Seht ihr, liebe Leser? Wieder hat die Pogoanarchie ihre alltagstauglichkeit bewiesen, alle Beteiligten glücklich gemacht und ein leuchtendes Beispiel für die Fortentwicklung der Menschheit gebracht, ohne Jedem vorschreiben zu wollen was falsch und was richtig ist.
Pogo Heil!
Sagt: Perzel
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